Keep calm or stress on?

BurnOut – Wege aus der Erschöpfungsspirale

 

Der Dalai Lama antwortete vor Jahren auf die Frage, was ihn überrascht: "Der Mensch. Denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wiederzuerlangen. (...) Er lebt, als würde er nie sterben, und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt." Drastische Worte; und doch bringen sie auf den Punkt, was wir jeden Tag erleben können: Ein hohes Arbeitspensum zu Lasten der Gesundheit ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Und nicht nur das - es ist auch gesellschaftlich anerkannt, wird vielfach sogar regelrecht erwartet. Kaum verwunderlich, dass das Phänomen eines chronischen - also dauerhaften - körperlichen und emotionalen Erschöpfungszustandes immer häufiger zu beobachten ist. In allen Altersstufen, durch alle Bevölkerungsschichten hindurch. Selbst Kinder sind von dieser dauernden Überforderungsschleife nicht verschont.

Ein Stressfaktor mit vielen Gesichtern

BurnOut heißt die Erkrankung, die es eigentlich gar nicht gibt. Zumindest nicht als offizielle, einheitlich definierte medizinische Berschreibung. Doch viele Menschen kennen die durch private oder berufliche Überforderung hervorgerufenen Gefühle der Hilflosigkeit, inneren Unruhe oder Niedergeschlagenheit. Sie fahren ohne Unterlass auf der Datenautobahn des Lebens. Immer mit Vollgas. Ohne Pause. Ohne Umwege. Bis zu völligen Erschöpfung. Dabei muss die Überforderung nicht zwangläufig darin bestehen, dass den an sie herangetragenen Anforderungen nicht Genüge getan werden kann. Häufig drängen äußere Faktoren, wie z.B. drohender Arbeitsplatzverlust oder steigender Leistungsdruck, aber auch individuelle Ansichten, wie Sinnzweifel bzw. das Auseinanderklaffen von Wunsch und Realität sowie das häufig damit verbundene Gefühl, in seiner Selbstbestimmung und Freiheit stark eingeschränkt zu sein, in die sich immer weiter nach unten drehende Erschöpfungsspirale. Den Fuß vom Gas nehmen, die Landschaft genießen, einen Rastplatz ansteuern - all diese Dinge müssen erst wieder erlernt und bewusst angesteuert werden.

Individuelle Wege beschreiten

Wie kann man sich nun aus diesem Stress-Druck-Anforderungs-Erschöpfungszustand befreien?

Die Möglichkeiten sind je nach Ausprägung der Symptome, persönlicher Wahrnehmung und Lebensumstand individuell verschieden. Ziel sollte es jedoch in jedem Fall sein, die Verhaltensweisen, die mit zur Überlastung und Überforderung beigetragen haben, zu verändern. Ebenso sollten negative Gedanken durch positive ersetzt und das Selbstbewusstsein gestärkt werden.

 

Ein erster Schritt runter vom Gas könnte darin bestehen, bewusst Pausen im Alltag - und vor allem im Arbeitsalltag - einzuplanen. Verbringen Sie Ihre Mittagspause nicht mehr mit einem schnellen Snack in der Hand am Schreibtisch, sondern gehen Sie raus. Schnappen Sie frische Luft. Gehen Sie einmal um den Block. Schon zehn Minuten sind ein Anfang, um danach mit neuer Energie weiterarbeiten zu können.

 

Auch die Freizeit darf nicht zu kurz kommen. Treffen Sie sich abends mal wieder mit Freunden, machen Sie Sport, oder lernen Sie Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training. Planen Sie solche Aktivitäten richtiggehend in Ihren Terminkalender ein - und nehmen Sie sie genauso wichtig wie einen beruflichen Termin!

 

Wenn Sie merken, dass die Erschöpfungsspirale Sie fest im Griff hat, suchen Sie sich Unterstützung! Ein erfahrener Berater hilft Ihnen, Wege aus der scheinbar aussichtslosen Situation wahrzunehmen, überprüft mit Ihnen ihre Erwartungen und deckt auf, welche Motivation hinter Ihrem Verhalten steckt. Er wird Sie ermutigen, auch in dieser Situation die schönen Seiten an sich selber und im Leben wahrzunehmen und sich daran zu erfreuen.

 

Kehren Sie zurück zu einem lebens- und liebenswerten Leben!